Eine Schale kleiner weißer thailändischer Reisbällchen, die in warmer Kokosmilchsauce schwimmen, garniert mit einem verknoteten Pandanblatt
KI-generiertes Bild · Higgsfield

Bua Loy (thailändische schwimmende Reisbällchen in Kokosmilch)

Zähe Klebreis-Klößchen, von Hand gerollt und gekocht, bis sie an die Oberfläche steigen, dann warm in mit Palmzucker gesüßter und mit Pandanblatt parfümierter Kokosmilch serviert. Unter den thailändischen Süßspeisen ungewöhnlich, weil sie warm statt gekühlt serviert wird.

Vorbereitung30 Min.
Garzeit15 Min.
Portionen4
Kochmodus

Teigverhältnis und Kokossauce-Mengen abgeglichen mit den Bua-Loi-Rezepten von Hungry in Thailand, Simply Suwanee und Import Food

Zutaten

Einheiten
Temperatur
Portionen
4

Reisbällchen

  • 200 g Klebreismehl, auch als süßes Reismehl oder Mochiko erhältlich, auf ein als klebrig gekennzeichnetes Mehl achten, nicht auf normales Reismehl
  • 150 ml warmes Wasser, nach und nach zugeben, eventuell wird nicht die gesamte Menge benötigt

Kokossauce

  • 400 ml Kokosmilch, vollfett, eine handelsübliche Dose
  • 200 ml Wasser
  • 90 g Palmzucker, gehackt oder gerieben, ersatzweise fest gepackter heller brauner Zucker
  • 1.5 g Salz, etwa 1/4 Teelöffel
  • 3 Pandanblätter, zu einem Knoten gebunden, ersatzweise 1/2 Teelöffel Pandanextrakt oder ganz weglassen (optional)

Angaben zur Ernährung sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie. Bei einer Allergie bitte die Zutaten selbst prüfen.

Zubereitung

  1. Den Teig zubereiten. Das Klebreismehl in einer Schüssel mit dem warmen Wasser vermengen, das nach und nach zugegeben wird, und von Hand kneten, bis ein glatter, weicher Teig entsteht: Er sollte sich wie weicher Ton anfühlen, weder klebrig noch krümelig. Fühlt er sich trocken an, einen weiteren Teelöffel Wasser einarbeiten; ist er klebrig, etwas mehr Mehl einstäuben.
  2. Kleine Stücke abzupfen und zwischen den Handflächen zu murmelgroßen Bällchen von etwa 1,5 cm Durchmesser rollen. Auf einem leicht bemehlten Teller ablegen, damit sie nicht aneinanderkleben, und auf gleichmäßige Größe achten, damit sie gleich schnell garen.
  3. Einen großen Topf Wasser zum sprudelnden Kochen bringen. Die Bällchen portionsweise hineingeben, damit der Topf nicht überfüllt ist, und vorsichtig rühren, damit nichts am Boden festklebt. Sie sinken zunächst und steigen dann auf; sobald sie schwimmen, noch 1 bis 2 Minuten weiterkochen lassen, damit sie durchgehend fest werden.
  4. Die gegarten Bällchen direkt in eine Schüssel kaltes Wasser geben, um das Garen zu stoppen und ein Aneinanderkleben zu verhindern. Nach dem Abkühlen abtropfen lassen.
  5. Die Sauce zubereiten. Kokosmilch, Wasser, Palmzucker, Salz und, falls verwendet, die Pandanblätter in einem Topf vermengen. Bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, dann sanft köcheln lassen. Nicht stark kochen lassen, sonst kann die Kokosmilch ausflocken.
  6. Die Pandanblätter entfernen. Die abgetropften Reisbällchen in die warme Sauce geben und 1 bis 2 Minuten sanft köcheln lassen, nur um sie zu erwärmen.
  7. In Schalen füllen, Bällchen und Sauce zusammen, und warm servieren.

Farbige und aromatisierte Variante. Nach dem Mischen des Basisteigs diesen in zwei oder drei Portionen teilen und in eine Portion etwa 2 bis 3 Esslöffel gedämpftes, zerdrücktes Taro für Violett einarbeiten, in eine andere gedämpften, zerdrückten Kürbis für Orange, oder in eine dritte einen Teelöffel Pandansaft oder -paste für Grün, dabei jeweils etwas weniger Wasser zugeben, da das Püree oder der Saft bereits Feuchtigkeit mitbringt. Jede Farbe genauso rollen, kochen und abschrecken wie den einfachen Teig, dann alle Farben im selben Topf Sauce vereinen.

Hinweise

  • “Klebrig” beschreibt die Konsistenz des Mehls nach dem Garen, nicht Gluten. Klebreismehl ist von Natur aus glutenfrei, vollständig aus Klebreis hergestellt.
  • Palmzucker verleiht der Sauce ihre charakteristische Karameltiefe. Fest gepackter heller brauner Zucker ist ein vernünftiger Ersatz, falls nicht erhältlich, wenn auch mit etwas milderem und weniger komplexem Geschmack.
  • Bua Loy schmeckt am besten frisch zubereitet. Die Reisbällchen werden innerhalb weniger Stunden fest und dicht, und die Kokossauce kann sich beim Stehen zu trennen beginnen.
  • Wird die Sauce zu stark gekocht, kann sie sich in Fett und Flüssigkeit trennen. Nach dem Auflösen des Zuckers und dem Zusammenführen aller Zutaten nur sanft köcheln lassen.

Verwendete Quellen

Verwendete Quellen

Das Mehl-zu-Wasser-Verhältnis für den Teig, die Schwimm-dann-weiterköcheln-Garprobe, das Abschrecken in kaltem Wasser sowie die Mengenverhältnisse von Kokosmilch und Palmzucker in der Sauce stammen aus den Quellen. Die einfarbige Basisversion, die auf vier Portionen skalierten Mengen und der Wortlaut sind original.

Von Christoph Mayer

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