Ein Topf mit dunkler ziegelroter, glänzender Barbecuesauce mit sichtbaren Senfkörnern darin, ein Holzlöffel hebt ein Band davon heraus
KI-generiertes Bild

Louisiana-Barbecuesauce

Zuckerrohrsirup, Creole-Senf und deutlich spürbar scharfe Sauce auf einer Tomatenbasis. Sie ist die einzige der amerikanischen Barbecuesaucen, die nach einer ganzen Küche schmeckt statt nach einer Technik, denn Louisiana hatte seine eigene Vorratskammer lange vor dem Barbecue.

Vorbereitung10 Min.
Garzeit20 Min.
0
Portionen16
Kochmodus

Auf der Vorratskammer Louisianas aufgebaut statt auf einer einzelnen Haussauce

Zutaten

Geschrieben für: 2 L Topf

Einheiten
Temperatur
Portionen
16

Sauce

  • 300 g passierte Tomaten
  • 100 g Zuckerrohrsirup, Steen's ist die Flasche aus Louisiana; er ist dunkler und weniger süß als Golden Syrup
  • 80 ml Apfelessig
  • 60 g Creole-Senf, grob, braun und essigbetont; ein grobkörniger Senf kommt am nächsten
  • 40 ml scharfe Sauce, eine Cayenne-Sauce aus Louisiana wie Crystal oder Tabasco
  • 20 g brauner Zucker
  • 12 g Creole-Gewürzmischung, die Hausmischung, und sie enthält bereits Salz
  • 6 g Knoblauchgranulat
  • 6 g Zwiebelgranulat
  • 5 g grober schwarzer Pfeffer
  • nach Geschmack feines Salz, erst am Ende, denn Gewürzmischung und scharfe Sauce sind beide salzig

Angaben zur Ernährung sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie. Bei einer Allergie bitte die Zutaten selbst prüfen.

Zubereitung

  1. Alles außer dem Salz kalt in den Topf, glatt gerührt.
  2. Zwanzig Minuten knapp simmern, dabei rühren und den Boden abziehen. Der Zuckerrohrsirup will anbrennen.
  3. Salz ganz am Ende, und vorher abschmecken. Zwischen Creole-Gewürz und scharfer Sauce braucht sie womöglich gar keines.

Hinweise

  • Zuckerrohrsirup ist die Zutat, die daraus Louisiana macht und nicht eine beliebige rote Sauce mit Chili darin. Es ist eingekochter Zuckerrohrsaft, näher an milder Melasse als an Honig, und er bringt eine leichte Bitterkeit und eine mineralische Kante mit, die Zucker nicht hat.
  • Creole-Senf ist die zweite. Ein grober brauner Senf mit ganzen Körnern und viel Essig, der der Sauce ebenso sehr Textur wie Biss gibt.
  • Sie ist schärfer als die anderen vier Saucen auf dieser Seite, und das soll sie sein. Louisiana behandelt Schärfe nicht als Dekoration.
  • Auf Hähnchenschenkeln ist sie unschlagbar. Der Zucker darin braucht Haut und Fett als Gegenspieler. Auf magerem hellem Fleisch wirkt sie zu süß.
  • Sie hält einen Monat im Kühlschrank.

Zutaten-Alternativen

  • Zuckerrohrsirup ist außerhalb der amerikanischen Südstaaten schwer zu bekommen. Zuckerrübensirup kommt im deutschen Regal am nächsten, dunkel, leicht bitter und nicht sehr süß. Golden Syrup ist deutlich süßer und deutlich weniger interessant; auf diesem Weg 80 g statt 100 g nehmen und einen Spritzer mehr Essig zugeben.
  • Creole-Senf lässt sich gut durch groben deutschen oder französischen Körnersenf plus einen Teelöffel zusätzlichen Essig ersetzen. Keinen Dijon nehmen, der ist glatt und viel schärfer und dominiert die Sauce.
  • Bei der scharfen Sauce zählt die Marke. Crystal und Tabasco sind dünne, essigbetonte Cayenne-Saucen. Sriracha ist süß und knoblauchlastig, Chipotle-Saucen sind rauchig, und beides macht daraus eine andere Sauce.
  • Gluten. Die meisten Creole-Senfe und Cayenne-Saucen sind glutenfrei, aber den Senf prüfen, der am ehesten Weizen enthält.

Verwendete Quellen

Passt gut zu

Verwendete Quellen

Von Christoph Mayer

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