Eine weite flache Schale mit warmen ganzen Kichererbsen, die in heller Tahinisauce schwimmen, bestreut mit Petersilie, Kreuzkümmel und Olivenöl, am Bildrand Fladenbrot
KI-generiertes Bild

Masabacha

Der andere Hummus, und der, den man in der ganzen Levante zum Frühstück isst. Die Kichererbsen bleiben ganz und warm, das Tahini wird darübergegossen statt untergemixt, und der Name bedeutet schwimmend, was genau danach aussieht.

Vorbereitung15 Min.
Garzeit75 Min.
Ruhezeit480 Min.
Portionen4
Kochmodus

Levantinisches Frühstücksgericht, Kichererbsen bleiben ganz und werden angemacht statt gemixt

Zutaten

Geschrieben für: 4 L Topf

Einheiten
Temperatur
Portionen
4

Die Kichererbsen

  • 200 g getrocknete Kichererbsen
  • 4 g Natron, nur zum Einweichen, und weniger als in der cremigen Version
  • 1 Lorbeerblatt

Die Tahinisauce

  • 150 g Tahini
  • 60 ml Zitronensaft
  • 100 ml Eiswasser, oder das abgekühlte Kochwasser der Kichererbsen, das ist besser
  • 2 Knoblauchzehen, mit Salz zu einer Paste zerdrückt
  • 7 g feines Salz

Obenauf

  • 40 ml Olivenöl
  • 15 g glatte Petersilie, grob gehackt
  • 5 g gemahlener Kreuzkümmel
  • nach Geschmack Sumach, Chiliflocken oder eingelegte Chili

Angaben zur Ernährung sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie. Bei einer Allergie bitte die Zutaten selbst prüfen.

Zubereitung

  1. Die Kichererbsen über Nacht mit dem Natron einweichen, dann abgießen.
  2. In frischem Wasser mit dem Lorbeerblatt 50 bis 75 Minuten simmern, bis sie weich, aber noch ganz sind. Eine Tasse Kochwasser aufheben.
  3. Währenddessen die Tahinisauce anrühren. Tahini mit Zitronensaft und Knoblauchpaste verrühren; es zieht steif an. Dann nach und nach Eiswasser oder abgekühltes Kochwasser einrühren, bis es wie Sahne gießt. Zuletzt salzen.
  4. Die Kichererbsen abgießen, aber heiß halten, und etwa ein Drittel mit der Gabel grob zerdrücken, damit ein Teil zerfällt und die Schale bindet.
  5. Noch warm in weite Schalen füllen, die Tahinisauce großzügig darübergießen und mit Öl, Petersilie, Kreuzkümmel und etwas Säuerlichem abschließen.
  6. Sofort mit Brot essen. Das ist kein Gericht zum Vorbereiten.

Wie es sich vom cremigen Hummus unterscheidet

Dieselben drei Zutaten, bei jedem Schritt die umgekehrte Entscheidung. Es lohnt sich, beide zu haben, denn es sind weniger zwei Versionen eines Gerichts als zwei Gerichte, die sich einen Vorratsschrank teilen.

Cremiger Hummus Masabacha
Kichererbsen bis zum Zerfallen gekocht gerade weich, ganz gelassen
Tahini untergemixt darübergegossen
Temperatur Zimmertemperatur warm, und sofort gegessen
Textur gleichmäßig und aufgeschlagen locker, stückig, suppig
Gegessen als Dip Schale mit Löffel und Brot
Hält fünf Tage gar nicht

Hinweise

  • Der Name ist das Rezept. Masabacha kommt vom arabischen Wort für schwimmen. Schwimmen die Kichererbsen nicht in Sauce, braucht es mehr Sauce.
  • Das Kochwasser nehmen, nicht Wasser. Es ist stärkehaltig und leicht herzhaft und ergibt eine rundere Sauce. Das ist der eine Vorteil des Selberkochens, der auch eine eilige Version überlebt.
  • Die Gabel ist wichtig. Ein zerdrücktes Drittel gibt der Schale Körper, ohne dass Hummus daraus wird. Grob in der Schale machen und früh aufhören.
  • Warm ist nicht optional. Kaltes Masabacha ist eine Schale angemachter Kichererbsen, ein durchaus netter Salat, aber nicht dieses Gericht.
  • Die üblichen Toppings sind säuerlich, weil alles andere in der Schale weich und reichhaltig ist. Eingelegte Chili, Sumach, rohe Zwiebel oder ein Löffel aus dem Einlegeglas passen alle.

Zutaten-Alternativen

  • Kichererbsen aus der Dose funktionieren hier tatsächlich, anders als in der cremigen Version, weil sie nicht zerfallen sollen. Vorher 10 Minuten in ihrer eigenen Flüssigkeit mit einem Lorbeerblatt simmern und diese Flüssigkeit für die Sauce nehmen.
  • Sumach lohnt die Suche und hat keinen echten Ersatz. Zitronenschale mit einer Prise Salz kommt im deutschen Supermarkt am nächsten.

Verwendete Quellen

Passt gut zu

Verwendete Quellen

Von Christoph Mayer

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