Zwei goldbraune fischförmige Taiyaki, aufgebrochen und mit dampfender roter Bohnenpaste gefüllt, auf einem Kuchengitter
KI-generiertes Bild · Higgsfield

Taiyaki

Fischförmige Waffelkuchen mit knuspriger goldener Hülle und warmer, süßer roter Bohnenpaste im Inneren, zu zweit in einer klappbaren gusseisernen Form auf dem Herd gebacken. Seit 1909 Tokios liebster Festival-Snack, noch heute frisch vom Eisen an Straßenständen verkauft.

Vorbereitung15 Min.
Garzeit25 Min.
Ruhezeit60 Min.
Portionen4
Kochmodus

Teigverhältnisse und Herdtechnik nach dem Taiyaki-Rezept von Just One Cookbook angepasst

Zutaten

Geschrieben für: 30 cm Pfanne

Einheiten
Temperatur
Portionen
4

Teig

  • 140 g Kuchenmehl (Type 405), oder Weizenmehl Type 550
  • 4 g Backpulver
  • 5 g Natron
  • 38 g Zucker
  • 1 Ei, groß, etwa 50 g
  • 180 ml Vollmilch

Füllung

  • 160 g süße rote Bohnenpaste (Anko), glattes Koshian oder stückiges Tsubuan, nach Wahl, aufgetaut falls gefroren

Für die Pfanne

  • 15 ml neutrales Öl, zum Einfetten der Form

Angaben zur Ernährung sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie. Bei einer Allergie bitte die Zutaten selbst prüfen.

Zubereitung

  1. Mehl, Backpulver und Natron in eine große Schüssel sieben. Den Zucker unterrühren.
  2. In einer separaten Schüssel das Ei verquirlen, dann die Milch einrühren, bis alles verbunden ist.
  3. Die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und glattrühren. Ein paar kleine Klümpchen sind kein Problem, den Teig nicht zu lange rühren.
  4. Abgedeckt mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Diese Ruhezeit entspannt das Gluten, sodass die Hülle später zart und knusprig statt zäh wird.
  5. Die Taiyaki-Form beidseitig des Scharniers bei mittlerer bis niedriger Hitze vorheizen. Beide Formhälften dünn mit Öl einpinseln.
  6. Teig in jede fischförmige Mulde füllen, bis sie zu etwa 60 % gefüllt ist. In die Mitte jeder Mulde etwa 1 Esslöffel (etwa 20 g) Anko geben, dann mit etwas mehr Teig bedecken, sodass die Füllung gerade verschwindet.
  7. Den Deckel schließen und die Form sofort wenden, damit auch die obere Hälfte zu garen beginnt. 2 bis 2½ Minuten backen, dann zurückwenden und die andere Seite weitere 2 bis 2½ Minuten backen, bis beide Seiten tief goldbraun sind.
  8. Die Form vorsichtig öffnen und die Taiyaki mit einer Gabel oder Stäbchen auf ein Kuchengitter heben. Die Form erneut einölen und mit dem restlichen Teig und Anko wiederholen.
  9. Warm servieren. Das Anko bleibt einige Minuten heiß, und die Hülle ist direkt von der Pfanne am knusprigsten.

Hinweise

  • Die Ruhezeit des Teigs nicht auslassen. Nicht entspanntes Gluten lässt die Hülle ungleichmäßig aufgehen und ledrig statt knusprig werden.
  • Die Mulden gleichmäßig und nicht zu voll füllen. Teig, der beim Schließen des Deckels an der Naht austritt, brennt am Scharnier fest und lässt sich nur mühsam abkratzen.
  • Der Teig lässt sich am Vorabend zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren, was ihn auch zu einer guten Vorbereitungs-Basis für eine größere Portion am Wochenende macht.
  • Abgekühlte Taiyaki lassen sich einzeln verpackt bis zu einem Monat einfrieren. Gefroren in einer trockenen Pfanne oder im Toaster-Ofen aufwärmen, bis die Hülle wieder knuspert, das dauert pro Seite ein paar Minuten. Die Mikrowelle vermeiden, sie macht die Hülle weich und leicht gummiartig.
  • Eine traditionelle gusseiserne oder Aluminium-Taiyaki-Form, die klappbare Form, die Taiyaki ihre Fischgestalt gibt, führt kein gewöhnlicher deutscher Küchenladen. Sie findet sich bei Amazon.de, bei japanischen Spezialversändern und gelegentlich in gut sortierten Asia-Läden. Ohne sie leistet ein Sandwichmaker für den Herd oder ein elektrisches Sandwich-Toaster-Eisen, wie man es für Croque-Monsieur benutzt, technisch fast dasselbe: knusprige Hülle um heiße Füllung, nur rechteckig statt fischförmig. Eine runde Æbleskiver-Pfanne, die manche deutschen Küchenläden für dänische Pfannkuchenkugeln führen, ergibt einzeln gefüllte Kugeln, die dem Original näherkommen, wenn auch immer noch nicht fischförmig.
  • Süße rote Bohnenpaste (Anko) selbst ist leichter zu bekommen als die Form. Die meisten Asia-Läden in deutschen Städten führen sie in der Dose oder im Becher, als japanische oder chinesische rote Bohnenpaste. Falls nicht, lässt sich aus Azukibohnen aus der Dose, mit Zucker bei niedriger Hitze eingedickt, eine brauchbare Hausversion herstellen.

Verwendete Quellen

Verwendete Quellen

Cup- und Tablespoon-Angaben aus der Quelle wurden mit gängigen Backumrechnungen in metrische Gramm- und Milliliterangaben umgerechnet. Mengen und Ausbeute (8 Stück) blieben nahe am Original statt neu skaliert zu werden, da das bereits der gewünschten Portionsgröße entspricht. Formulierung, Zubereitungsschritte und der Gar-Hinweis sind eigenständig verfasst.

Von Christoph Mayer

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