Tiroler Kiachl mit Preiselbeerkompott, zum Servieren angerichtet
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Tiroler Kiachl mit Preiselbeerkompott

Dünn gezogener Hefeteig, frittiert, bis er zu einer hohlen, blasigen Scheibe aufgeht, die traditionelle Tiroler Jahrmarktspezialität, serviert mit einem säuerlichen Preiselbeerkompott, das die Reichhaltigkeit durchbricht. Das Öl muss wirklich heiß sein, bevor der Teig hineinkommt, sonst saugt sich die Scheibe voll Fett statt aufzugehen und bleibt dicht und fettig.

Vorbereitung30 Min.
Garzeit25 Min.
Ruhezeit60 Min.
Portionen4
Kochmodus

Christophs Tiroler Kiachl, das Öl auf wirklich 175 bis 180 °C gebracht, damit der Teig aufgeht statt sich vollzusaugen.

Zutaten

Geschrieben für: 3 L Topf

Einheiten
Temperatur
Portionen
4

Teig

  • 400 g Mehl
  • 7 g Trockenhefe
  • 10 g Zucker
  • 4 g feines Salz
  • 200 ml warme Milch
  • 1 Ei
  • 1 L neutrales Pflanzenöl, zum Frittieren

Preiselbeerkompott

  • 250 g frische oder tiefgekühlte Preiselbeeren
  • 60 g Zucker
  • 30 ml Wasser
  • 20 g Puderzucker, zum Bestäuben der Kiachl (optional)

Angaben zur Ernährung sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie. Bei einer Allergie bitte die Zutaten selbst prüfen.

Zubereitung

  1. Mehl, Hefe, Zucker und Salz verquirlen. Die warme Milch und das Ei zugeben, zu einem weichen Teig verrühren, dann 8 Minuten von Hand kneten, bis glatt und elastisch.
  2. Abgedeckt an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen, bis etwa verdoppelt.
  3. Währenddessen Preiselbeeren, Zucker und Wasser in einem kleinen Topf verbinden. 10 Minuten köcheln, bis weich und leicht eingedickt. Zum Abkühlen beiseitestellen.
  4. Den Teig in 8 Stücke teilen. Jedes zu einer dünnen, unregelmäßigen Scheibe ziehen oder ausrollen, etwa 12 cm Durchmesser, in der Mitte dünner als am Rand, die traditionelle Form ist rustikal, nicht perfekt rund.
  5. Das Öl in einem tiefen Topf auf 175 bis 180 °C erhitzen. Die Scheiben einzeln oder zu zweit frittieren, etwa 2 Minuten pro Seite, bis aufgegangen und tief goldbraun. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  6. Mit Puderzucker bestäuben, falls verwendet, und warm mit dem Preiselbeerkompott servieren.

Hinweise

  • Die Öltemperatur mit einem Thermometer prüfen statt zu schätzen. Zu kühl saugt sich der Teig mit Öl voll und wird schwer und fettig statt aufzugehen, zu heiß verbrennt die Außenseite, bevor das Innere durchgart.
  • Den Teig absichtlich ungleichmäßig ziehen, dünn in der Mitte. Diese traditionelle Form lässt die Mitte dramatisch aufgehen, während der dickere Rand seine Struktur hält.
  • Nur eine oder zwei Scheiben gleichzeitig frittieren. Ein überfüllter Topf senkt die Öltemperatur zu weit, und die Scheiben liegen in abkühlendem Öl statt richtig zu frittieren.
  • Sie schmecken am besten heiß, direkt aus der Fritteuse, sie verlieren ihre aufgegangene Textur und werden innerhalb von ein bis zwei Stunden zäh.

Zutaten-Alternativen

  • Preiselbeeren können Cranberries sein, genauso gekocht, falls Preiselbeeren nicht verfügbar sind.
  • Eine herzhafte Version, mit Sauerkraut statt Kompott belegt, ist eine traditionelle Alternative, wenn sie lieber als Hauptgericht serviert werden sollen.
  • Milch kann bei Bedarf durch dieselbe Menge Wasser für einen etwas mageren Teig ersetzt werden.

Verwendete Quellen

Eigenes Rezept ohne externe Vorlage. Das Erhitzen des Öls auf wirklich 175 bis 180 °C, damit der Teig aufgeht statt sich vollzusaugen, ist Christophs eigene Entscheidung.

Von Christoph Mayer

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