Venezianischer Zwiebelkuchen
Ein venezianisches Hefe-Fladenbrot, mit langsam weichgegarten, süßen Zwiebeln belegt, dann mit Rosinen, Pinienkernen und einem Schuss Essig nach Agrodolce-Art fertiggestellt. Auf dem Papier liest es sich ungewöhnlich, süß, sauer und herzhaft zugleich, ist aber wirklich gut und keine Spielerei.
Christophs Version des venezianischen Agrodolce-Zwiebelfladens, der die süß-saure Balance beibehält, die ihn zu mehr als einer schlichten Zwiebelpizza macht.
Zutaten
Geschrieben für: 30 × 25 cm Backblech
Teig
- 300 g Mehl gerundet
- 5 g Trockenhefe gerundet
- 5 g feines Salz gerundet
- 20 ml Olivenöl gerundet
- 190 ml lauwarmes Wasser gerundet
Belag
- 30 g Rosinen gerundet
- 60 ml Olivenöl gerundet
- 900 g Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten gerundet
- 3 g feines Salz gerundet
- 25 g Pinienkerne gerundet
- 15 ml Weißweinessig gerundet
- 5 g Zucker gerundet
Angaben zur Ernährung sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie. Bei einer Allergie bitte die Zutaten selbst prüfen.
Zubereitung
- Mehl, Hefe und Salz verquirlen, dann Olivenöl und lauwarmes Wasser dazugeben. Zusammenfügen und 8 Minuten kneten, bis glatt und elastisch. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen, bis etwa doppelt so groß.
- Die Rosinen 10 Minuten in warmem Wasser einweichen, dann abtropfen lassen.
- Das Olivenöl in einer weiten Pfanne bei niedriger Hitze erhitzen. Zwiebel und Salz dazugeben und unter häufigem Rühren 25 bis 30 Minuten garen, bis vollständig zusammengefallen und tief golden. Nicht hetzen, bei höherer Hitze gegarte Zwiebeln bräunen fleckig, statt gleichmäßig süß zu werden.
- Die abgetropften Rosinen, Pinienkerne, Essig und Zucker einrühren. 2 weitere Minuten garen, dann probieren und den Essig nachjustieren, er sollte spürbar sein, nicht nur eine Hintergrundnote.
- Den Teig auf ein ausgelegtes Blech drücken, etwa 30 mal 25 cm, in einer gleichmäßigen Schicht. Den Zwiebelbelag gleichmäßig darüber verteilen, bis an die Ränder.
- Bei 220 °C 25 bis 30 Minuten backen, bis der Boden hellgolden und von unten fest ist.
- Warm oder bei Zimmertemperatur servieren, in Quadrate geschnitten.
Zubereitung im Thermomix
Geschrieben für TM5 oder TM6, 2,2-Liter-Topf. Das deckt die Zwiebeln ab, Teig und Backen sind wie im Handverfahren.
- Zwiebel in den trockenen Mixtopf, grob gestückelt. 3 Sek./Stufe 4 zerkleinern, nicht feiner.
- Olivenöl und Salz dazugeben. 28 Min./100 °C/Linkslauf/Stufe 1 garen, ohne Messbecher, bis vollständig zusammengefallen und tief golden. Ein- oder zweimal nach unten schieben.
- Die abgetropften Rosinen, Pinienkerne, Essig und Zucker dazugeben. 2 Min./100 °C/Linkslauf/Stufe 1 garen, ohne Messbecher. Probieren und den Essig nachjustieren.
- Über dem gegangenen Teig verteilen und wie im Handverfahren backen.
Hinweise
- Der Essig ist es, was daraus einen venezianischen Zwiebelfladen statt eines schlichten macht. Die Agrodolce-Balance, süß-sauer, ist der ganze Charakter des Gerichts, ohne ihn sind es nur Zwiebeln auf Brot.
- Den Zwiebeln die volle Garzeit geben. Bei höherer Hitze gehetzt, bräunen sie ungleichmäßig statt gleichmäßig weich und süß zu werden, und der Geschmack bleibt schärfer, als er sollte.
- Er ist am nächsten Tag bei Zimmertemperatur sehr gut, so wird er in Venedig oft gegessen, eher als Snack denn als formeller Gang.
- Er hält sich 2 Tage bei Zimmertemperatur, abgedeckt, oder 4 Tage im Kühlschrank, sanft aufwärmen oder bei Zimmertemperatur essen statt in der Mikrowelle, die den Teig zäh macht.
Zutaten-Alternativen
- Rosinen können Sultaninen oder Korinthen in derselben Menge sein.
- Pinienkerne können geröstete Mandelblättchen sein, für einen ähnlichen Biss zu geringeren Kosten.
- Weißweinessig kann ein heller Rotweinessig sein, Balsamico funktioniert auch, macht das Gericht aber noch süßer.
- Frischer Thymian oder Rosmarin, vor dem Backen über die Zwiebeln gestreut, ist eine gute, verbreitete Ergänzung.
Verwendete Quellen
Eigenes Rezept ohne externe Vorlage. Das Beibehalten der süß-sauren Balance, die den Fladen zu mehr als einer schlichten Zwiebelpizza macht, ist Christophs eigene Entscheidung.
Von Christoph Mayer