Knuspriger Kohl-Edamame-Salat
Der seltene Salat, der am zweiten Tag besser ist, weil Kohl nicht so zusammenfällt wie Blattsalat. Rund 18 g Eiweiß pro Schüssel aus Edamame und Erdnüssen, und er übersteht drei Tage angemacht in der Brotdose.
Der Brotdosen-Salat des Hauses, auf Kohl gebaut, weil der nicht zusammenfällt
Zutaten
Der Salat
- 400 g Weiß- oder Spitzkohl, so fein wie möglich gehobelt gerundet
- 150 g Rotkohl, für die Farbe, und zuletzt zugegeben, damit er nicht ausblutet gerundet
- 250 g TK-Edamame, ausgelöst, 4 Minuten gekocht und abgekühlt gerundet
- 150 g Möhre, grob geraspelt oder in Streifen geschnitten gerundet
- 60 g Frühlingszwiebeln gerundet
- 25 g Koriandergrün gerundet
- 80 g geröstete Erdnüsse, grob gehackt und erst am Tisch zugegeben, nicht vorher gerundet
- 8 g feines Salz, um dem Kohl zuerst Wasser zu entziehen gerundet
Erdnuss-Limetten-Dressing
- 80 g Erdnussmus, fein und ungesüßt gerundet
- 50 ml Limettensaft gerundet
- 40 ml Sojasauce, Tamari, um es glutenfrei zu halten gerundet
- 30 ml Reisessig gerundet
- 20 ml geröstetes Sesamöl gerundet
- 60 ml warmes Wasser gerundet
- 20 g frischer Ingwer, gerieben gerundet
- 15 ml Sriracha gerundet
Angaben zur Ernährung sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie. Bei einer Allergie bitte die Zutaten selbst prüfen.
Zubereitung
- Den gehobelten Weißkohl salzen und 20 Minuten stehen lassen, dann kräftig ausdrücken. Das ist es, was den Salat haltbar macht. Es zieht das Wasser heraus, das sonst über Nacht ins Dressing läuft.
- Die Edamame 4 Minuten kochen, abgießen und kalt abschrecken.
- Das Dressing verrühren, das Wasser zuletzt, bis es dickflüssig gießt. Erdnussmus zieht genau wie Tahini an und löst sich genauso wieder.
- Alles außer Erdnüssen und Rotkohl vermengen, 30 Minuten ruhen lassen.
- Rotkohl und Erdnüsse erst kurz vor dem Servieren zugeben, damit der eine nicht färbt und die anderen nicht weich werden.
Warum Kohl statt Blattsalat
Ein Blattsalat ist eine Stunde nach dem Anmachen erledigt. Salatzellen fallen bei Kontakt mit Salz und Säure zusammen, und dagegen ist nichts zu machen.
Kohl ist strukturell anders: dickere Zellwände, viel weniger Wasser, und er nimmt Säure als leichtes Einlegen auf statt als Schaden. Angemachter Kohl ist nach zwei Stunden besser als nach zwei Minuten und nach zwei Tagen immer noch gut, und genau das macht daraus einen echten Meal-Prep-Salat statt eines, der nur überlebt.
Hinweise
- Den Kohl salzen und ausdrücken. Wer das auslässt, hat am Morgen eine Pfütze. Es kostet 20 Minuten Nichtstun.
- Erdnüsse erst am Tisch. Alles Knusprige, das früh dazukommt, ist mittags weich. Für die Brotdose separat einpacken.
- Rotkohl färbt ab. Früh zugegeben wird die ganze Schüssel gleichmäßig mauve, was gleich schmeckt und deutlich schlechter aussieht.
- Er hält angemacht drei Tage. Das Koriandergrün wird nach einem Tag stumpf, also nach Möglichkeit die Hälfte frisch nachlegen.
Zutaten-Alternativen
- Edamame gibt es tiefgekühlt und ausgelöst in den meisten Supermärkten. TK-Erbsen funktionieren beim gleichen Gewicht mit weniger Eiweiß und mehr Süße.
- Erdnussmus kann Mandelmus oder Tahini sein. Mit Tahini wird es ein levantinisch angehauchter Salat, der besser zu Zitrone passt als zu Limette.
- Für glutenfrei Tamari nehmen. Normale Sojasauce wird mit Weizen gebraut.
Verwendete Quellen
Passt gut zu
Von Christoph Mayer